Grausige gruselige Nacht

 

Dunkel drohend zieht die Nacht herauf,

als mein letztes Bier ich kauf,

trink es aus in aller Eile,

muss nach Haus, das braucht ne Weile,

aus dem Wirtshaus durch den Wald,

Teufel, ist der Wind heut kalt.

 

Erst im Wald im Schutz der Eichen,

muss die Kraft des Windes weichen,

da ein Schrei hallt durch die Nacht,

der mich richtig furchtsam macht,

nicht menschlich ist er dieser Schrei,

ein Werwolf eilt durch die Bäume herbei.

 

Voller Kraft in seinen Pranken,

stürzt er heran und lässt mich wanken,

gerade so kann ich noch weichen,

da knallt der Werwolf gegen die Eichen,

Schmerzgeheul hallt durch die Stille,

für Werwolf eine bittere Pille.

 

Seine Zähne schlagen nach meiner Wade,

doch er trifft nicht, ach wie schade,

hat die Schnauze voller Blätter,

Mensch, was ist das für ein Wetter,

Kragen hoch, ich eile weiter,

da kommt Werwolf, nicht so heiter.

 

Eilig lauf ich auf die Brücke,

deren Geländer hat ne Lücke,

Werwolf stürzt heran mit Kraft,

ich zur Seite, vor ihm die Lücke klafft,

voller Schwung saust er hindurch,

wird im Wasser richtig feucht.

 

Müde setzt ich fort den Weg,

am End der Brücke über den Steg,

aufregend war die Nacht und kalt,

besonders das Stück durch den Wald,

doch als ich endlich bin zu Haus,

vergessen hab den ganzen Graus.  

 

(c) 2015