Grüß Gott

 

Sie haben was, die Leut' von dort,

hab nie gehört ein böses Wort,

sind locker, flockig angehaucht,

haben hier noch nie bös Wort gebraucht,

den Dialekt, den lassen's weg,

dabei klingt der so fröhlich keck.

 

Statt "schmiere stehen" mal "schmier stehn",

"G'schmachen" soll für "Gemack" gehen,

für "sterben" heißt es "umestehn",

wie toll wohl "Schamel" klingen mag,

wenn ich das für eine "Fußbank" sag,

und wenn ich "Beizkraut" drauß im Garten pflücke,

ich "Bohnenkraut" später in den Topf rein drücke.

 

Für ihren Charme sind sie bekannt,

und das nicht nur im eigenen Land,

der Wiener Schmäh, so ne Art Humor,

kommt in keinem anderen Lande vor,

mit dem Riesenrad im Prater ganz oben sein,

gefällt doch sicher groß und klein.

 

Wenn Hans Moser näselt aufgebracht,

hab ich schon oftmals Tränen gelacht,

wenn bei Soko Wien der Helmut spricht,

gleitet manch Lächeln über mein Gesicht,

ich hab den Dialekt sehr gern,

die Leut dort auch, das triffsts im Kern.

 

Die Fussballer dort haben es auch gut drauf,

doch kommt Deutschland, haben sie keinen Lauf,

in der Bundesliga spielen doch aber viele,

Baumgartlinger, Harnick und Fuchs haben Ziele,

einmal nur wollen sie Deutschland schlagen,

und den Pokal nach Hause tragen.

 

(c) 2015 John McLane