Frühlingsgefühle

 

Sonnenstrahlen wärmen wundervoll,

sitz im Cafe, find es, herrlich toll,

viele Menschen vor Schaufenstern stehend,

die Fußgängerzone hinauf hinunter gehend,

die Mode leicht, fröhlich, heiter,

die Aussicht reicht ein wenig weiter.

 

Röcke schwingen, leicht und luftig,

Blumen sprießen, bunt und duftig,

die Kellnerin kommt, tief ausgeschnitten,

um mich um die Bestellung zu bitten,

sie lehnt sich über den Tisch und schaut mich an,

damit ich ja mehr von ihrem Ausschnitt sehen kann.

 

Heiser räuspernd, es ist warm hier am Tisch,

bestell ich doch glatt verwirrt einen Fisch,

was sie zum Lachen bringt, sehr hell und klar,

das macht aber die Aussicht nicht weniger wunderbar,

bestelle einen Kaffee, mit belegter Stimme,

sie geht davon, befreit meine Sinne.

 

Ganz tief atme ich erst einmal durch,

drehe den Kopf, denke mich tritt ein Lurch,

ein tolles Gestell hat sich tief gebückt,

die Aussicht unter ihrem Rock entzückt,

kann meinen Blick kaum davon wenden,

ihre langen Beine scheinen nicht zu enden.

 

Verdammt, wo bin ich hier nur hingeraten,

meine Nase riecht schnuppernd Schweinebraten,

dezentes Parfüm löst das gleich ab,

weil Kellnerin meinen Kaffee hat,

beim Servieren lehnt sich ein Teil von ihr an,

natürlich sehe ich hin, oh weh, ich armer Mann.  

 

(c) 2015 John McLane