Abschied

 

Ihre Blumen sind schön arrangiert,

ihre alten Möbel wirken antiquiert,

Zeit des Abschieds ist gekommen,

Leben wurde vor der Zeit genommen,

Traurig sind Gedankens Pfade,

nichts hilft, selbst nicht Gottes Gnade.

 

Viel zu kurz scheint die gemeinsame Zeit,

waren zum Abschied noch nicht bereit,

dreißig Jahre nur, viel zu knapp,

bis Tod schnitt Lebensfaden ab,

lässt zurück viel Gram und Leid,

noch niemand ist dafür bereit.

 

Mutter wurde den Kindern entzogen,

war ihnen stets in Liebe gewogen,

hat gehegt und gepflegt die drei,

war täglich immer mit dabei,

wo ist sie hin, fragen Kinder nun,

was sollen wir mit dem Schmerz nun tun.

 

Sind erwachsen, aus dem Haus,

ohne Mutter ist es ihnen ein Graus,

sind gern immer wieder her gekommen,

haben sich der Mutter angenommen,

haben zu früh den Vater verloren,

durch Mutter danach neuen Mut geboren.

 

Finster sind ihre Gefühle,

es ist ein schmerzhaftes Gewühle,

ist viel Kummer und viel Leid,

sind trotz dessen kampfbereit,

zu besiegen den Schmerz bis Morgen,

dann muss Mutter sich nicht mehr sorgen.

 

(c) 2015 John McLane